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Musik: Youtube Music gegen Apple Music, Spotify und Amazon Music Unlimited

von Thomas Poppner

Youtube Premium oder Werbung?

Ich finde in Youtube momentan vermehrt Beiträge, die sich mit der Werbeüberflutung von Youtube beschäftigen. Die kostenpflichtige Variante Youtube Premium für knapp 12 Euro monatlich zu buchen, scheint für niemanden eine Option zu sein. Verstehe ich offen gestanden nicht ganz. Ich frage mich, ob allen klar ist, dass in Youtube Premium auch Youtube Music enthalten ist.

Welcher Musik-Streamingdienst ist der Beste?

Ich hatte die Wichtigsten alle mal. Angefangen bei Amazon Music Unlimited über Spotify über Apple Music.

Dies wird kein langer Blogbeitrag, weil ich mich nicht in der Lage sehe, die Services komplett zu besprechen. Es gibt sicher viele Dinge, auf die ich keinen großen Wert lege. Schauen wir uns also mal die Services an und ich schreibe ein paar Worte zu den Erfahrungen, die ich damit gemacht habe.

Amazon Music Unlimited

Es begann damit, dass wir ein Echo-Gerät kauften, weil meine alte Anlage mit CD-Player & Co. gestorben war. Damals erschien es mir logisch, nun auch den Service von Amazon auszuprobieren.

Amazon Music Unlimited hatte einige wirklich interessante Inhalte. Aber die Begrenztheit der Musikbibliothek war spürbar. Ich komme ja noch aus der LP- und CD-Zeit und denke gerade bei älterer Musik noch sehr stark in Alben. Es ist für mich befremdlich, wenn wegweisende Platten nicht verfügbar sind. Und so kündigte ich den Service nach einem Jahr wieder.

Spotify

Spotify und ich, wir wurden niemals dicke Kumpels. Mir war aufgefallen, dass Spotify sehr gut meinen Musikgeschmack erraten konnte. Das gefiel mir sehr.

Unsere Alexa war allezeit mit dem kostenpflichtigen Spotify meiner Frau verbunden. So nutzte ich den Service hauptsächlich über Alexa.

Als wir uns dann trennten, stellte sich die Frage, ob ich dort nun selbst Premium-Kunde werde. Ich entschied mich dagegen, weil ich einige Alben nicht darin fand. Darunter das erste und zweite Album von BAP. Um das erste ist es nicht schade, aber dass "Affjetaut" nicht bei Spotify gelistet ist, befremdet mich. Schließlich suchte ich noch zwei alte Platten der Bots und fand sie nicht. So nahm ich erst einmal von Spotify Abstand und buchte Apple Music, für das ich wegen dem Kauf eines neuen Geräts drei Monate gratis erhielt.

Apple Music

Wenn man im Apple-Universum zu Hause ist, wünscht man sich irgendwie auch Apple Music. Zumal ich gelesen hatte, dass die am meisten an die Künstler ausschütten und auch die größte Musik-Bibliothek hätten. Davon bemerkte ich zunächst einmal nichts. Denn die Alben, welche ich schon bei Spotify vermisste, fand ich auch bei Apple Musik nicht.

Wie schon angedeutet: Ich höre bis heute zu 50 % nicht Playlists, sondern konkrete Alben meiner Lieblingsbands. Während Spotify es schaffte, danach Musik weiterzuspielen, die meiner Band so ähnlich war, dass ich zunächst nicht einmal bemerkte, dass die Platte fertig war, holperte es bei Apple Music doch deutlich.

Wenn man so viel Apple-Zeug hat wie ich, entwickelt sich eine gewisse Grundsympathie für Apple-Dienste. Mein Eindruck ist aber, dass Spotify in meinem Fall der etwas passendere Dienst ist.

Youtube Music

Ein Freund gab mir den Hinweis, dass in Youtube Premium auch Youtube Music enthalten sei. Monatelang wartete ich, bis ich wirklich Bock darauf hatte, mich damit zu beschäftigen.

Überraschung: Alle Alben, die ich bei den anderen Diensten vermisste, sind bei Youtube Music gelistet. Der Service ist zuverlässig und Big-Brother-Google kennt meinen Musikgeschmack wahrscheinlich besser als ich selbst.

Ich habe über Youtube Music wirklich kaum etwas zu meckern, mal abgesehen davon, dass Google mir über die Jahre unsympathisch wurde.

Wenn ich mal einen kurzen Anflug von Zweifeln kriege und mir Spotify oder Apple Music noch einmal anschaue, stolpere ich sofort über die fehlenden Alben. Ich glaube das Live-Album "A Physical Presence" von Level 42 fehlt dort ebenfalls. Eine wirklich dumme Entscheidung dieser beiden Dienste.

Einzige kleine Sache, die dann doch den einen oder anderen stören könnte: Für Spotify und Apple Music gibts eine bessere Einbindung in Amazons Alexa. Habe ich mehrere Echo-Geräte, kann ich Musik auf mehreren dieser Geräte gleichzeitig ausgeben oder sogar Szenarien definieren. Also bspw. Musik in Wohnzimmer und Küche, aber nicht im Schlafzimmer. Das geht mit Youtube Music nicht, weil ich mein Handy per Bluetooth mit einem Echo-Gerät koppeln muss. Weil bei mir zu Hause mehrere Echos rumstehen, ist das tatsächlich ein wenig ärgerlich. Aber sonst kann ich Youtube Music uneingeschränkt empfehlen.

Ist Youtube Premium die Lösung?

Also für mich gibts keine Frage. Für 12 Euros im Monat kann ich Youtube ohne Werbung ansehen. Weil ich bei Werbung einen Kotzreiz kriege, wäre es das fast schon allein wert. Aber durch Youtube Music gibt es für mich keine Frage mehr, dass Youtube Premium gebucht bleibt.

Dies ist kein gesponsorter Beitrag. Ich kann nur empfehlen: Buch es doch mal einen Monat und schau dir Youtube Music an. Vielleicht löst sich damit dann auch dein Werbeproblem bei Youtube.

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