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Papyrus: Ich verwende Textmarker, denn meine Welt ist bunt

von Thomas Poppner

Eigentlich kann man diesen Beitrag auch auf andere Software übertragen.

Textmarker habe ich lange Zeit überhaupt nicht verwendet. Die Farbe im Text geht mir auf die Nerven – übrigens damals wie heute. Ich habe aber verstanden, dass es an manchen Stellen Sinn macht, Farbe zu verwenden. Denn manche Überarbeitungen müssen zeitlich reifen und auch mal ’ne Weile brachliegen. Und bei einigen krassen Überarbeitungen, wie ich sie in diesem Jahr durchgeführt habe, helfen Textmarker wie blöd.

Welche Farben setze ich also ein und was bedeuten sie?

Gelber Textmarker

Gelb ist quasi der Standard und bedeutet schlicht: Hier stimmt etwas nicht. In aller Regel betrifft das den Ausdruck. Manchmal markiere ich auch mal zwei Worte, die sich wiederholen und bei denen mir keine schnelle Lösung über Synonyme zufallen will.

Orange für angezählte Stellen

Manchmal lese ich mein Zeug und mir kommen Dinge sonderbar langatmig vor. Wurde das hier nicht schon mal gesagt? Braucht man das wirklich? Orange bedeutet nicht, dass eine Stelle rausfliegen soll. Aber beim nächsten Drüberlesen will ich mir überlegen, wie es damit weitergehen kann.

Auch bei Überarbeitungen leistet mir diese Farbe eine große Hilfe. Ich habe dieses Jahr einen Abschnitt von 74 Seiten auf 24 heruntergefahren. Hier bedeutet Orange, genau zu prüfen, ob ein Abschnitt wirklich gebraucht wird.

Denn wenn du auf Seite 10 von 74 bist, kannst du noch nicht unbedingt eine Aussage treffen, ob das wirklich entbehrlich ist. Bist du aber mit allem durch und fängst vorne neu an zu lesen, führst du ohne Markierung die Diskussion, ob die Stelle entbehrlich ist, ein zweites Mal.

Rot für sehr angezählte Stellen

Nein. Rot bedeutet noch nicht zwangsläufig, dass ein Text rausfliegt. Wenn es darum geht, lösche ich ihn oder mache ihn zu einer Textmumie. Aber rot markierte Stellen habe ich testweise mal zum Aussortieren markiert. Wenn ich später alles am Stück lese, habe ich alles noch vor mir, kann mir aber relativ gut ein Bild machen, wie der Text ohne die roten Stellen wirken würde.

Ja, es ist schon richtig. Man könnte dazu auch Textmumien verwenden. Die lassen sich aber schlecht lesen.

Textmumien bedeutet bei mir: Dieser Text ist eigentlich schon im Papierkorb. Roter Marker bedeutet: Lass mal sehen, was passieren würde, wenn dieser Text nicht mehr da wäre. Klingt ähnlich, ist aber für mich von der Konsequenz her etwas Grundverschiedenes.

Grün markierte Stellen bleiben drin

Auch das muss es geben. Stellen, die man sich markiert, weil sie in jedem Fall drin bleiben müssen. Beim Überarbeiten hilft es sehr, wenn man auch dazu schon mal eine Entscheidung getroffen hat.

Blaue Markierungen um Themenverläufe hervorzuheben

Wenn ich lange Abschnitte überarbeiten und kürzen will, muss ich ja erfassen, um was es hier genau geht. Dazu gehe ich den kompletten Text durch und markiere Schlüsselsätze oder Schlüsselworte. Wenn ich dann einen Text von 50 Seiten scanne, kann ich mit dem Auge sehr schnell erfassen, um was es hier gerade geht. Das hilft ungemein bei der Entscheidung, ob ein Abschnitt wichtig ist oder vielleicht sogar komplett entfallen sollte.

Lila Textmarker für sonstige Dinge

Manchmal gibt es über die genannten Dinge hinaus noch irgendetwas Besonderes, das man markieren möchte.

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